Beteiligung am KMK-Projekt „Unterricht – Diagnose – Kompetenz“ (UDiKom)

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich für die Verbesserung der Bildung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In unterschiedlichsten Projekten entlang der Bildungskette unterstützen wir sowohl die Breiten- wie auch die Spitzenförderung. Bereits seit 2004 kümmern wir uns um junge Talente, die eine besondere Begabung oder Motivation für MINT-Fächer zeigen. So unterstützt die Stiftung im Projekt „Schüler-Universität“ Universitäten dabei, Angebote für begabte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler zu entwickeln, die schon während der Schulzeit Lehrveranstaltungen belegen und Prüfungen absolvieren möchten. Inzwischen bieten bundesweit über 50 Universitäten mit Unterstützung der Stiftung diese Möglichkeit an. Rund 1.700 Frühstudierende werden pro Semester gezählt.

Ende 2007 haben wir Professorin Claudia Solzbacher von der Universität Osnabrück beauftragt, zu untersuchen warum Jugendliche ein Frühstudium wählen, wer sie dabei unterstützt und wie erfolgreich sie es absolvieren. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Zwar ist ein Frühstudium der richtige Weg, um individuelle Begabungen zielgerichtet zu fördern. Allerdings werden in den Schulen bislang noch zu wenig Talente erkannt und für ein Frühstudium empfohlen oder dabei unterstützt. Häufig hängt eine erfolgreiche Teilnahme vom Elternhaus ab, so das Resümee. Ziel müsse daher sein, den Lehrkräften diagnostische Kompetenzen zu vermitteln, die sie benötigen, um in einer heterogenen Schülerschaft Begabungen zu erkennen und zu fördern, lautete die Empfehlung von Professorin Solzbacher.

Das Projekt „Unterricht – Diagnose – Kompetenz“ setzt genau an dieser Stelle an. Die Studienbriefe werden Lehrkräfte in allen Phasen ihres Studien- und Berufslebens in die Lage versetzen, individuelle Begabungen zu erkennen und zu fördern. Wir waren daher gern bereit, das für ein flexibles Selbststudium erforderliche E-Learning-Modul zu ermöglichen und damit das Vorhaben sinnvoll zu ergänzen. Die Nutzer profitieren so von interaktiven Trainingseinheiten und einem zielgruppenorientierten Angebot der Inhalte. Lehrkräfte werden das Blended-Learning-Modul ebenso für die eigene Arbeit nutzen können wie Schulleitungen oder Vertreter der Schulaufsicht.

Wir wünschen uns, dass die im Projekt UDiKom erarbeiteten Inhalte eine möglichst große Verbreitung erfahren und wir damit dazu beitragen, nicht nur die Professionalisierung der Lehrkräfte zu verbessern, sondern auch die Unterrichts- und Schulentwicklung in Deutschland weiter entscheidend voranbringen.